Heizen Sie auch noch mit Wasser?
Die fortwährend ansteigenden Energiekosten, bringen immer mehr Menschen dazu ihre Öfen, Kamine und andere Feuerstätten wieder in Betrieb zu nehmen. Holz ist natürlich in dieser Hinsicht auch der weit verbreitetste und auch meist sehr günstige Festbrennstoff. Nur birgt das Heizen mit Holz Gefahren, derer sich viele Menschen heutzutage, mangels Erfahrung gar nicht mehr bewusst sind. Die meisten von uns kennen bei Kälte doch nur den Dreh am Heizungsthermostat – wer kennt sich denn heute noch mit Öfen aus?
Aber die Energiekosten zwingen uns einfach dazu, den Umgang mit Festbrennstoffen wieder zu erlernen.
Wo wenig Erfahrung herrscht werden oft viele Fehler gemacht. Dies ist eine ganz natürliche und logische Folgerung. Doch welche Fehler kann man beim Umgang mit dem Heizen mit Holz denn überhaupt machen?

Zunächst einmal muss der ambitionierte Holzheizer klären, ob der vorhandene Ofen überhaupt für die Verbrennung von Holz geeignet ist. Hierzu ist es möglich, den Hersteller (Betriebsanleitung) zu befragen, oder sich bei älteren, bereits vorhandenen Feuerstätten, einfach an den zuständigen Schornsteinfeger zu wenden. Ist von Seiten der Feuerstelle alles abgeklärt muss der Brennstoff her. Und hier werden nun die schwerwiegendsten Fehler gemacht.
Der größte Anteil an unserem gesamten Dasein besteht ja bekanntlich aus Wasser. Das ist natürlich auch beim Brennholz so. Und genau hier lauert die Gefahr beim Heizen mit Festbrennstoffen. Das große Stichwort heisst hier: Glanzruß !
Glanzruß entsteht bei unvollkommener Verbrennung und setzt sich im Schornstein ab. Auslöser solch unvollkommener Verbrennungen ist meist die Verwendung von unzureichend getrocknetem Brennholz.
Für Brennholz gilt als Faustregel ein Restfeuchtigkeitsgehalt von maximal 20% – möglichst 18%. Um diesen Wassergehalt zu erreichen, muss das Holz am besten frisch nach dem Schlagen im Wald schon gespalten und dann gut belüftet für mindestens 2 Jahre gelagert werden.
Frisch geschlagenes Holz hat einen ungefähren Wassergehalt von 60%, aber selbst bei den empfohlenen 20% Restfeuchte müssen Sie auf 1000 Kilo Holz immerhin noch ca. 200 Liter Wasser mitverheizen!
Die hierzu benötigte Energie verlässt quasi ungenutzt Ihren Schornstein und bei schlechter Luftzufuhr und damit unvollkommener Verbrennung besteht die Gefahr des Rußbrandes in Ihrem Schornstein!
Um sich nun vor diesen Gefahren und Energieverschwendungen zu schützen, kann man entweder noch länger abgelagertes Brennholz verwenden oder eine neue Art von Festbrennstoff verwenden – Holzbriketts.
Holzbriketts werden ausschliesslich aus Abfällen der holzverarbeitenden Industrie hergestellt. Dabei werden anfallende Holzreste und Späne getrocknet und unter hohem Druck zu meist zylindrischen Briketts gepresst.
Und hier steckt dann auch schon der grosse Vorteil! Unter gleicher Handhabung wie mit Brennholzscheiten heizen Sie mit Holzbriketts mit Restfeuchtigkeiten zwischen sechs bis acht Prozent, was natürlich eine erheblich höhere Sicherheit bezüglich Rußbrand und eine wesentlich bessere Effizienz in Sachen Energienutzung bedeutet.
So wünschen wir Ihnen nun eine sichere und effiziente Heizperiode
Ihr ÖkoBrix Team