Archiv für August 2010

Nachhaltige Forstwirtschaft

Und liebe Leser, haben Sie sich das Video im letzten Artikel mal angeschaut? Also mal ganz ehrlich … natürlich haben wir bei ÖkoBrix genau dieselben Bedenken wie der nette Förster Wohlleben, aber hier heisst es einfach: “Anpacken und etwas tun gegen den vermeintlichen Raubbau in den Wäldern”!

Aber was genau können wir tun? Wir von ÖkoBrix haben uns dazu entschieden, möglichst nur mit Lieferanten und Herstellern zusammenzuarbeiten, die ökologisch denken und arbeiten. So garantiert uns zum Beispiel der Hersteller unserer OLIMP Pellets, dass er nur Holzspäne verwendet, die er aus Produktionsabfällen bei der Herstellung von Zäunen und Gartenmöbeln erhält. Die Zaun und Möbelindustrie ist hingegen gesetzlich dazu verpflichtet worden, ebensoviele Bäume anzupflanzen, wie für die Zaun und Möbelproduktion abgeholzt wird.

Das nennt man “Nachhaltige Forstwirtschaft” und auch in Deutschland strebt man nun die Zertifizierung von Naturbrennstoffen, mit dem Internationalen FSC Siegel an.

FSC – das bedeutet Forest Stewardship Council und steht für einen Rat, der sich um die verantwortungsvolle Bewirtschaftung der Wälder kümmert. Das FSC wurde von Umweltorganisationen wie dem WWF, einheimischen Volksgruppen und Waldbesitzern und der Holzindustrie gegründet, also von sämtlichen Gruppen, die ein Interesse am Wald haben. Mittlerweile gibt es sogar eine “Arbeitsgruppe Deutschland” auf deren Internetseite man alles über das Konzept FSC lesen kann – sehr empfehlenswert!

So wird im gesamten Bereich Naturbrennstoffe in Zukunft also nicht mehr nur das DIN, ÖNORM oder EN Norm Thema einsolches sein, sondern immer mehr auch die FSC Zertifizierung für Nachhaltige Forstwirtschaft!

Unsere OLIMP Pellets tragen dieses Siegel bereits und so können wir dem Förster Wohlleben beruhigt zurufen: “Pelletofen behalten und mit ÖkoBrix Pellets heizen!” ;-)

Reicht Abfallholz für Pellets Produktion?

Die Zahl der Pelletöfen und Heizanlagen steigt stetig an. Bisher können wir davon ausgehen, dass keine Bäume zur Herstellung von Holzpellets gefällt werden müssen. Die Abfälle der Holzverarbeitenden Industrie, sowie “Bruchholz” aus dem heimischen Wäldern, sorgen für ausreichend Nachschub – bis jetzt.

Nur was passiert in den nächsten 10 Jahren? Kommen, wie von verschiedenen Experten prognostiziert – Millionen von Pellets Nutzern hinzu? Dann befürchten Forstspezialisten den Raubbau an unseren Wäldern!

Ein kritisches Video hierzu haben wir im Netz für Sie gefunden

Holzpellets auf dem Holzweg?
- Watch more Videos at Vodpod.

Was wir von ÖkoBrix darüber denken – und das wir stark bemüht sind, dies nicht soweit kommen zu lassen, werden wir im nächsten Artikel hier im ÖkoBrix Blog beschreiben.

Bis dahin viele Grüße
Ihr ÖkoBrix – Team

Erprobung von Heupellets

Am gestrigen Freitag startete das Projekt “Praktische Erprobung von naturschutzkonformen Grünlandmanagementsystemen” am Institut für Agrarökologie und Biodiversität in Mannheim. Ja, das hört sich jetzt ganz gewaltig an – was es letztlich sogar ist – auch wenn es lediglich um die Erprobung des Einsatzes von Heupellets geht.

An drei Standorten in Deutschland soll in den kommenden Monaten erprobt werden, ob sich Heupellets zum verheizen eigenen. Das ganze beruht auf dem Zielkonflikt, dass zum einen das Heu aus den nicht intensiv genutzen Grünflachen – z.B. im Kreis Reutlingen (Alb) immer weniger Abnehmer findet, man aber die Wiesen nicht “aufgeben” kann, da sie für den Erhalt der Artenvielfalt immens wichtig sind. Stichwort: Bienchen und Blümchen … den Rest kennt man ja.

Was also tun mit dem Haufen Heu?

Die Idee ist nun die Erzeugung von gepressten Heupellets für die energetische Verwertung – sprich zum Heizen. Bei Heu-Preisen von 6 – 15 Euro pro Dezitonne (na das muss ja ein riesiger Haufen sein), sollte es möglich sein eine Tonne Heupellets für ca. 200 Euro herzustellen. Ob sich das ganze in Sachen Preis Leistung, also in der Energieausbeute letztlich rechnet, werden die Versuche sicher ans Tageslicht bringen.

Wir von ÖkoBrix sind jedenfalls froh, das man sich allerorts in Deutschland Gedanken um eine bessere Umwelt und die ökologische Nutzung der heimischen Ressourcen macht. Und sollten Heupellets tatsächlich einmal lukrativ für Verbraucher und Anbieter werden, sind wir garantiert dabei.

Den gesamten Artikel zum Thema lesen Sie hier.

Pelletöfen, die praktischen Energieerzeuger

Ein Kaminofen ist für Hausbesitzer eine sinnvolle Alternative zur herkömmlichen Heizung. Im Gegensatz zum einfachen Ofen, der seit Jahrzehnten in der Küche stand und die Stube beheizte, sind aktuelle Kaminöfen sogar dafür geeignet, ganze Häuser zu beheizen. Je nach Ausstattung kann ein Ofenkamin als wasserführendes Modell sogar noch an die Zentralheizung angeschlossen werden. Als Holzherd kann man mit ihm kochen und backen.

Ein Pelletofen kann genau die gleichen Aufgaben erfüllen. Im Gegensatz zum Kaminofen werden Pelletöfen nicht mit Scheitholz befeuert, sondern mit Holzpellets. Der Vorteil dieser kleinen Holzstücke besteht darin, dass sie alle gleich groß sind und somit für eine gleichmäßige Verbrennung sorgen. Durch den konstanten Abbrand wird auch weniger Rauch erzeugt. Holzpellets selbst sind ein komplettes Naturprodukt. Sie werden aus gepressten Holzstücken hergestellt. Die natürlichen Bestandteile der Hölzer sorgen dafür, dass die Holzstücke zusammenhalten, wenn sie zu Pellets gepresst werden.

Pelletöfen lassen sich sogar automatisiert betreiben. Bei einem Kaminofen muss man in bestimmten Intervallen Holz nachlegen, damit der Kamin gleichmäßig heizt. Ein Pelletofen kann mit einem Zusatzmodul ausgestattet werden. Mit diesem kann der Kamin automatisch mit frischen Pellets befüllt werden. Auf diese Weise kann man bis zu 72 Stunden heizen, ohne dass man Hand anlegen muss.

Pellets selbst können einfach gelagert werden. Für Hausbesitzer bietet es sich an, einen separaten Raum oder Behälter für Holzpellets anzulegen. Von diesen können dann größere Vorräte angelegt werden.